← Zurück zum RatgeberHandwerker auf einer Baustelle – Symbolbild für Betriebe, die über Google und Google Maps gefunden werden

Wie kommt mein Handwerksbetrieb bei Google nach oben?

Google sortiert lokale Ergebnisse nach drei Kriterien: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Das steht so in Googles eigener Hilfe zum Unternehmensprofil (Stand September 2026). Die Entfernung können Sie nicht ändern – Relevanz und Bekanntheit schon, und genau dort verschenken die meisten Handwerksbetriebe ihre Sichtbarkeit.

Wer heute einen Maler, Elektriker oder Dachdecker sucht, tippt meist zwei Wörter und einen Ort ein und schaut auf die Karte mit den drei Einträgen darüber. Wer dort nicht steht, existiert für diesen Kunden nicht. Die gute Nachricht: Der größte Teil der Arbeit ist einmalig und kostet nichts außer Zeit.

Was ist das Google Unternehmensprofil?

Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag, der Ihren Betrieb in der Google-Suche und in Google Maps darstellt: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Bewertungen. Es ist nicht Ihre Webseite und ersetzt sie auch nicht – es ist der Steckbrief, den Google anzeigt, bevor jemand überhaupt auf einen Link klickt. Ein Betrieb kann ein Profil haben, ohne es je angelegt zu haben: Google erstellt Einträge teilweise automatisch aus vorhandenen Daten. Der erste Schritt ist deshalb immer, das Profil zu suchen und die Inhaberschaft zu bestätigen.

Nach welchen Regeln sortiert Google die lokalen Treffer?

Google beschreibt es selbst mit drei Begriffen. Relevanz heißt: Wie gut passt das Profil zu dem, was jemand gesucht hat. Entfernung heißt: Wie weit ist der Betrieb vom Suchenden entfernt. Bekanntheit heißt: Wie bekannt ist der Betrieb insgesamt – dazu zählt Google ausdrücklich auch, wie viele Webseiten auf das Unternehmen verlinken und wie viele und wie gute Bewertungen es hat. Google weist in derselben Hilfe darauf hin, dass sich ein besseres Ranking weder kaufen noch anfordern lässt. Wer Ihnen einen festen Platz in den Kartenergebnissen verkaufen will, verkauft Ihnen etwas, das es nicht gibt.

Welche Angaben fehlen im Profil am häufigsten?

In der Praxis sind es immer dieselben Lücken. Die Hauptkategorie ist zu allgemein gewählt – „Bauunternehmen“ statt der Kategorie, die die Hauptleistung genau trifft. Die einzelnen Leistungen sind gar nicht eingetragen, obwohl das Profil eigene Felder dafür hat. Das Einsatzgebiet fehlt, obwohl viele Betriebe im Umkreis von 40 Kilometern arbeiten. Die Fotos stammen aus einer Bilddatenbank statt von echten Baustellen. Und der Link führt auf die Startseite statt auf die Unterseite zur passenden Leistung. Jede dieser Lücken kostet Relevanz – also genau den Faktor, den Sie selbst in der Hand haben.

Wie wichtig sind Bewertungen wirklich?

Sie sind der Teil der Bekanntheit, den Sie beeinflussen können, und sie entscheiden zusätzlich darüber, ob jemand anruft. Zwischen zwei Betrieben mit derselben Entfernung gewinnt fast immer der mit den glaubwürdigeren Bewertungen. Glaubwürdig heißt: echte Texte von echten Kunden, über die Zeit verteilt, und Antworten des Betriebs darauf – auch auf kritische. Der wirksamste Hebel im Handwerk ist der Moment der Abnahme: Wenn der Kunde zufrieden vor dem fertigen Bad steht, ist die Bitte um eine Bewertung am einfachsten und wird am häufigsten erfüllt. Gekaufte Bewertungen sind das Gegenteil davon – sie verstoßen gegen Googles Richtlinien und fallen Kunden auf.

Warum reicht das Profil allein nicht?

Weil ein Profil aus festen Feldern besteht und keine Fragen beantwortet. Ein Kunde, der wissen will, wie lange eine Badsanierung dauert, ob Sie in seinem Ort arbeiten oder wie ein Ablauf aussieht, findet das im Profil nicht. Dafür braucht es die eigene Webseite mit Seiten, die genau diese Fragen beantworten. Beides greift ineinander: Die Webseite liefert die Inhalte und die Belege, das Profil sorgt dafür, dass der Betrieb in der Karte überhaupt auftaucht. Dazu kommt der Punkt, den Google unter Bekanntheit fasst – Verweise und Erwähnungen im Netz. Die entstehen über die eigene Webseite, über Branchenverzeichnisse und über Partner, nicht über den Profileintrag.

Was hat das Ganze mit der KI-Suche zu tun?

Immer mehr Menschen stellen ihre Frage direkt einem KI-Assistenten statt der Suchmaschine. Diese Systeme bauen ihre Antwort aus Texten, die eine Frage klar und nachprüfbar beantworten. Ein vollständiges Profil und eine Webseite, deren Angaben sich decken, sind dafür die Grundlage: gleicher Firmenname, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer, gleiches Einsatzgebiet an allen Stellen. Widersprüchliche Angaben sind für Google ein Qualitätsproblem und für ein KI-System ein Grund, den Betrieb gar nicht erst zu nennen.

Womit fängt man am besten an?

In dieser Reihenfolge: Erst das Profil suchen und die Inhaberschaft bestätigen, damit Ihnen der Eintrag auch gehört. Dann Kategorie, Leistungen, Einsatzgebiet und Öffnungszeiten vollständig ausfüllen. Danach echte Fotos hochladen – fertige Arbeiten, Fahrzeuge, Team. Anschließend die ersten Kunden um eine Bewertung bitten und auf jede Bewertung antworten. Und parallel dafür sorgen, dass die Webseite dieselben Angaben trägt und für jede Hauptleistung eine eigene Seite hat. Das ist keine Arbeit für einen Nachmittag, aber auch kein Projekt über Monate.

Häufige Fragen

Kostet das Google Unternehmensprofil etwas? Nein, das Anlegen und Pflegen ist kostenlos. Google verkauft Anzeigen, aber die Platzierung in den regulären Kartenergebnissen lässt sich laut Googles eigener Hilfe nicht kaufen.

Brauche ich noch eine Webseite, wenn ich ein Google-Profil habe? Ja. Das Profil zeigt Stammdaten und Bewertungen, es beantwortet aber keine inhaltlichen Fragen und gehört Ihnen nicht in dem Sinne, wie Ihnen Ihre Domain gehört. Ändert Google die Darstellung oder wird ein Profil gesperrt, steht ein Betrieb ohne eigene Seite plötzlich ohne alles da.

Wie lange dauert es, bis sich etwas tut? Das lässt sich seriös nicht vorhersagen, weil Google keine Fristen nennt und der Wettbewerb je nach Ort und Gewerk sehr unterschiedlich ist. Was sich sofort ändert, ist der Eindruck beim Kunden: Ein vollständiges Profil mit echten Fotos und Antworten auf Bewertungen wirkt schon beim ersten Blick anders als ein leerer Eintrag.

Wenn Sie Ihren Betrieb online sichtbar machen wollen und nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Wir richten Webseiten für Handwerks- und Baubetriebe so ein, dass Profil und Seite dieselbe Sprache sprechen – verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch.